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Binder und Hofelich fordern Bekenntnis des Sozialministeriums zum Klinikstandort

Die Entscheidung zum Standort der Stroke Unit im Landkreis Göppingen schlägt hohe Wellen. Die Landtagsabgeordneten Peter Hofelich und Sascha Binder (beide SPD) hoffen auf eine schnelle Versachlichung der Debatte. Das bisherige Agieren des Sozialministeriums gibt allerdings wenig Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zu einer lösungsorientierten Debatte.
 
„Die Standortentscheidung bei der Schlaganfallversorgung ist schwer durchschaubar und alles andere als transparent“, kommentiert Sascha Binder den Ausgangspunkt der aktuellen Kontroverse. „Dass nun von Sozialminister Lucha über diese Sachentscheidung hinaus plötzlich in die Klinikplanung vor Ort eingegriffen werden soll, untergräbt eine seit langem vom Kreistag getroffene Entscheidung“, so Binder, der für die SPD auch im Kreistag sitzt.
 
„Wir erwarten ein klares Bekenntnis zum Standort, nicht zuletzt, weil bereits Landesmittel in die bisherigen Planungen investiert wurden und jede weitere Verzögerung letztlich zu Lasten der Patienten und des Personals geht“, fordert der Göppinger Landtagsabgeordnete Peter Hofelich. Der geplante Neubau wirke sich jetzt schon auf viele interne Planungen und Abläufe aus, so dass ein völliger Neustart bei dieser Frage zu einer Belastung für die Kliniken im Kreis werden könnte. Schließlich müsse auch der Standort in Geislingen immer mitgedacht werden. Hofelich: „Ein gutes Kooperationsverhältnis zwischen beiden Kliniken ist ein Wert an sich. Wir brauchen eine Lösung, die dem gerecht wird.“
 
„Die gesamte Standortkonzeption des Landkreises baut auf der Optimierung der Zusammenarbeit und der Arbeitsteilung an den Standorten in Göppingen und Geislingen auf, um ein flächendeckendes und umfassendes medizinisches Angebot aufrechtzuerhalten. Sollte das Sozialministerium tatsächlich auf eine Änderung des Standortes für den Neubau der Klinik am Eichert pochen, hätte dies weitreichende Folgen für die medizinische Versorgung in weiten Teilen des Landkreises“, mahnen Hofelich und Binder. Beide betonen abschließend: „Minister Lucha wäre es im Übrigen anzuraten, nicht ständig in hektische Einzelfall-Interventionen zu verfallen, sondern eine regionale Krankenhausplanung für Baden-Württemberg vorzulegen, welche den Namen verdient. Hier wäre Göppingen mit seiner zentralen Lage zwischen Stuttgart und Ulm hervorragend für eine Hochleistungsmedizin in einem erweiterten regionalen Umfeld prädestiniert.“

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