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„Entscheidung um neue Stromtrasse braucht Zeit und Transparenz!“

MdL Peter Hofelich in Schurwaldgemeinden unterwegs: Wir müssen Zeitdruck rausnehmen. Wir brauchen Transparenz über den wirklichen Beitrag der neuen Trasse für die Nord-Süd-Transporte der Erneuerbaren. Und wir sollten die technischen Alternativen ohne Denksperren prüfen“. Dies sind für den Landtagsabgeordneten Peter Hofelich die wesentlichen Schlussfolgerungen aus mehreren Besuchsterminen, die er in den letzten Wochen in den Rathäusern der Schurwaldgemeinden in seinem Wahlkreis mitgenommen hat.

Der Göppinger Landtagsabgeordnete hielt in den Gesprächen mit Adelbergs BM’in Carmen Marquardt, Börtlingens BM Franz Wenka und Wäschenbeurens BM Karl Vesenmaier zunächst fest, dass der geplante Ausbau Goldhöfe – Bünzwangen Initiative und Entscheidung des Bundes sei. „Insofern wundere ich mich schon etwas über die monatelange Zurückhaltung der hiesigen MdB’s“. Das Land sei mit dem Regierungspräsidium als politikferner Prüfbehörde dabei, sowie indirekt als Anteilseigner über die im Bundesauftrag handelnde EnBW-Tochter Transnet, welche die Trasse feinplant und kommuniziert. „Weil es aber die Menschen in der Raumschaft bewegt und weil die ‚Energiewende‘ ein wichtiges Thema der Landespolitik ist, informiere ich mich selbstverständlich, beziehe Stellung und versuche, auf Einfluss zu nehmen“, so Hofelich. Die fachlich und kommunikativ gute Arbeit der Bürgerinitiativen lobe er ausdrücklich. Deren konkreten Anliegen, etwa Vorrang für Naturschutz, Erhalt der Erholungslandschaft, Wertverlust von Besitz, seien hoch zu bewerten. Das ‚Thema hinter den Themen‘, nämlich die „Ästhetik unserer heimatlichen Landschaft“ dürfe nicht unterschätzt werden. Das habe bereits bei den ‚absurden Ideen‘ einer rekonstruierten Ritterburg auf dem Hohenstaufen, den späteren Plänen für einen dortigen Aussichtsturm, aber auch dem Unbehagen mit Windkrafträdern an exponierter landschaftlicher Stelle eine Rolle gespielt.

Hofelich, der zusammen mit Landtagskollegen vor Wochen auch einer Einladung der Transnet gefolgt war und dort eine offene Kommunikation nicht nur zum ‚Wie‘ sondern auch zum ‚Ob‘ der Stromtrasse angemahnt hatte, will zusammen mit seinem Fraktionskollegen aus dem Gmünder Wahlkreis, Klaus Maier, im Herbst eine Runde zusammen bringen, in welcher die Bundesregierung, die Bundesnetzagentur, das Landes-Umweltministerium, die Kommunen und die Bürgerinitiativen zusammen kommen. „Es muss Zeitdruck raus genommen werden und wir brauchen Transparenz über die tatsächliche Bedarfslage sowie gegebenenfalls. auch technische Alternativen. Was nicht passieren darf, ist eine fortgeschriebene Entscheidung auf einer überholten Faktenlage“. Die Aufgabe des Landes sollte es sein, dass nicht übereinander oder nebeneinander gesprochen wird, sondern miteinander. „Dafür müssen die Entscheidungsträger jetzt aber Flagge zeigen!“

 

 

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