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Grünes Licht für Albaufstieg

Stuttgart.  Die Arbeiten für die Tunnel am Albaufstieg, die für die ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm nötig sind, können ausgeschrieben werden. Das Eisenbahnbundesamt hat den Planfeststellungsbeschluss zugestellt.

Eines der wichtigsten Planfeststellungsverfahren für die ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist beendet. Am späten Donnerstagabend hat das Eisenbahnbundesamt (EBA) dem Kommunikationsbüro Stuttgart 21 den Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt 2.2 zugestellt, teilte eine Sprecherin der SÜDWEST PRESSE gestern mit.

Bei diesem Abschnitt handelt es sich um den Albaufstieg. Er umfasst 15 Kilometer der insgesamt rund 60 Kilometer langen Neubaustrecke. Er sei bautechnisch besonders schwierig, weil dort vor allem Tunnel gebaut werden müssen, sagte die Bahnsprecherin.

Konkret handelt es sich um zwei Tunnel - den 8,8 Kilometer langen Boßlertunnel bei der Gemeinde Aichelberg und den 4,8 Kilometer langen Steinbühltunnel bei Hohenstadt (beide Landkreis Göppingen). Verbunden werden die Tunnel über zwei 400 Meter lange und 70 Meter hohe Brücken über das Filstal. Abschluss des Planungsabschnittes 2.2 sei eine 500 Meter lange freie Strecke bei Hohenstadt, teilte das Kommunikationsbüro mit.

Während des Verfahrens hatte das EBA mehr als 1000 Einwendungen zu bearbeiten. "Das Ergebnis sind einige wesentliche Verbesserungen für Menschen und Umwelt", unterstrich die Bahnsprecherin. Zum einen wurde auf zwei Quereinstiege bei den Tunnelbauten verzichtet. Sie dienen vor allem der Baulogistik. Einer sei zwischen Weilheim und Gruibingen geplant gewesen - "Natur- und Landschaftsschutz haben hier Vorrang" - der andere in der Nachbarschaft von Wohnsiedlungen in Hohenstadt. Nun würden die Anwohner von Baulärm verschont, sagte die Sprecherin. Des weiteren würden zwei Aufschüttungen von Gestein und Erdmaterial wegfallen. "Eine davon war auch direkt in der Gemeinde Aichelberg vorgesehen.“

Die Ausschreibung für die Arbeiten in diesem Abschnitt, die EU-weit laufen muss, soll im November gemacht werden. Um welche Summen es sich dabei handelt, könne sie aus Gründen des Wettbewerbs nicht sagen, sagte die Bahnsprecherin. Der Leiter des Kommunikationsbüros, Wolfgang Dietrich, zeigte sich erleichtert, dass der Beschluss des EBA da ist. "Er ist ein entscheidender Meilenstein bei der Realisierung der Neubaustrecke." Der Beschluss sei rechtskräftig, eventuelle Klagen hätten keine aufschiebende Wirkung.

Insgesamt drei Planfeststellungsbeschlüsse der rund 60 Kilometer langen geplanten Zugstrecke fehlen jetzt noch und werden nach Angaben eines EBA-Sprechers geprüft: Es ist zum einen der Abschnitt des Albvorlands - also vor dem Albaufstieg, der zum Albabstieg nach Ulm sowie der Anschluss der Neubaustrecke in Ulm, beziehungsweise Neu-Ulm. Hier habe es bereits Erörterungstermine gegeben.

 

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