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In Aufbruchstimmung für gute Bildung

"Sozialer Aufstieg durch Bildung" lautet eine Forderung von Peter Hofelich. Dass es möglich ist, hat der SPD-Landtagsabgeordnete am eigenen Beispiel bewiesen - dank des Freihof-Gymnasiums, sagt er.

Als Schüler ist Peter Hofelich das letzte Mal 1973 so vor dem Göppinger Freihof-Gymnasium gestanden. Damals hat der SPD-Landtagsabgeordnete sein Abitur gemacht. Heute, 38 Jahre später, steht der 58-Jährige wieder vor seiner ehemaligen Schule, wo sich für ihn eines seiner wichtigsten landespolitischen Anliegen manifestiert. "Ich wünsche mir, dass wir wieder eine gesellschaftliche Aufbruchstimmung für gute Bildung befördern können", betont der Salacher. "Ich habe hier eine qualitativ hochwertige Bildung genossen", erinnert sich der einstige Klassensprecher und Schülerzeitungsredakteur.

Aus dieser Erfahrung heraus wünscht sich der zweifache Familienvater gleiche Bildungschancen für alle. Als Kind, dessen Eltern in Salach eine Metzgerei und ein Gasthaus betrieben haben, weiß der einstige IBM-Direktor, von was er spricht, wenn er dem sozialen Aufstieg durch Bildung das Wort redet.

Seit 2006 sitzt Hofelich für die SPD im Landtag. Mit prallvollem Terminkalender kämpft er um den Wiedereinzug. Die Themen sind vielseitig: Mehr aktive Industriepolitik für den Landkreis, Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, Wende in der Energiepolitik, Stuttgart 21 . . .

Angesichts aktueller Umfragewerte und der Probleme der Landesregierung, ihre Kehrtwende in der Atompolitik glaubhaft zu machen, gibt sich Hofelich zuversichtlich: "Dieses Mal könnten wir den Machtwechsel schaffen, es wird knapp." Für ihn steht die Bildungspolitik im Mittelpunkt. Da kann er sich richtig in Rage reden. "Wir brauchen neues Denken und konsequentes Handeln." Hofelich beklagt zu knappe Ressourcen, Unterrichtsausfall und Lehrerunterversorgung und fordert längeres gemeinschaftliches Lernen, individuelles Fördern und eine bessere personelle und sachliche Ausstattung der Schulen. "Die Selektion der Schüler ab der 4. Klasse setzt Grundschüler unnötig unter Druck, ist sozial ungerecht und sorgt dafür, dass viele Begabungen nicht ausgeschöpft werden." Auch Spätzünder und Migrantenkinder sollten eine faire Chance bekommen, meint er. Eine SPD-geführte Landesregierung werde eine zehnjährige Gemeinschaftsschule mit mittlerem Abschluss und flächendeckend Ganztagesschulen einführen. "Entgegen der CDU-Polemik von der Einheitsschule" werde es aber weiterhin Realschule und Gymnasium geben. "Auf die kann ab der 5. Klasse jederzeit gewechselt werden." Kritik übt Hofelich an der übers Knie gebrochenen Einführung von G8. Beim achtjährigen Gymnasium will er die Unterrichtsfülle aus Unterstufe und Mittelstufe heraus nehmen und Stundenausfall verhindern. Zudem werde die SPD eine Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums ermöglichen - dort, wo es Eltern und kommunale Selbstverwaltung wollten.

"Wir müssen mehr Steuergeld für gute Bildung einsetzen", sagt Hofelich und schaut auf den Foggiaplatz. "Ich finde es toll, dass Göppingen so viele Partnerstädte hat." Damit sei ein klares Bekenntnis zur Zukunft Europas verbunden. "Ich hoffe, dass die Kinder durch eine vernünftige Schulpolitik zu überzeugten Europäern werden." Bei dem einstigen Freihof-Gymnasiasten ist das ohne Frage gelungen.

 

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