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„Wertschätzung für den Lehrerberuf ist wichtig!“

Lebhaftes Schulgespräch bei MdL Peter Hofelich: Klares Bekenntnis zur Weiterentwicklung der Gemeinschaftsschulen

„Mir fehlt häufig die Wertschätzung für den Lehrerberuf. Ohne diese gibt es aber keine Bereitschaft für die notwendigen Veränderungen“, argumentierte Helmut Kraus aus Ebersbach beim zurückliegenden ‚Schul-Stammtisch‘ des Landtagsabgeordneten Peter Hofelich. Zufrieden war die Runde mit der eingeleiteten Schulentwicklungsplanung. Eine Gemeinschaftsschule in der Stadt Göppingen sei überfällig.

Die offene Runde für Schüler, Eltern, Lehrer und Kommunalpolitiker besuchte diesmal auch Schulamtsleiter Polzer. Er berichtete vom Fortschritt bei den Gemeinschaftsschulen im Kreis Göppingen, wo sich für diese integrative Schulart überdurchschnittlich viele Schulen qualifiziert hätten. „Die Realität ist, dass die Gemeinschaftsschulen motiviert sind!“ Bei den Schülerzahlen erreichen noch nicht überall die realen Anmelde-Zahlen die ermittelten Potentiale. Aus der Runde kam der Standpunkt, dass das Störfeuer der Oppositionspartei CDU („Verbrechen“) leider für die Stimmung schädlich gewesen sei. Umso mehr sei es wichtig, jetzt Zeit für die Schulen zu geben, einen sinnvollen Rahmen mit der nun von der Landesregierung beschlossenen Schulentwicklungsplanung vorzugeben und mit der dritten Tranche an Gemeinschaftsschulen eine weitere sinnvolle Auswahl zu treffen. Unverständnis herrschte in der Runde über die unentschiedene Situation in der Stadt Göppingen. Während vergleichbare Nachbarstädte, wie Heidenheim, schon längst die Weichen für die Komplettierung ihres Schulangebotes gestellt hätten, würden hier Barrieren errichtet.

Rektor Axel Zäch erläuterte den Willen und die Bereitschaft der Albert Schweizer Schule, sich zur Gemeinschaftsschule weiter zu entwickeln. Rektorin Ingrid Stotz von der Haierschule plädierte dafür, die Grundschulen bereits integrativ auszurichten. Rektor Leo Lammel von der Grundschule Birenbach argumentierte, dass in den Grundschulen auch deshalb dafür Stütz- und Förderunterricht stattfinden müsse.

MdL Peter Hofelich informierte in der von Akademiedirektor a.D. Albrecht Daur geleiteten Runde zu aktuellen Aspekten der Schulpolitik des Landes. Er erinnerte: „Trotz rückgehender Schülerzahlen wurde bis dato kein einziges Lehrerdeputat abgebaut. Im Gegenteil es wurden 700 von der CDU zur Streichung eingesetzte Lehrerdeputate belassen. Die feste Krankheitsreserve wurde schrittweise erhöht und den Gymnasien eine weitere ‚Poolstunde‘ zur individuellen Förderung gegeben“. Natürlich können bei übernommener struktureller Deckungslücke von 2.5 Mrd. im Landeshaushalt die Personalkosten, welche 40 Prozent des Landeshaushaltes ausmachen, nicht außen vor bleiben. Und wenn man wisse, dass das Kultusministerium über 25 Prozent des Staatshaushaltes abdecke, sei auch klar, dass hier künftig Beiträge zur Schuldenbremse kommen müssen. Er sehe aber klar, dass die Unterrichtsversorgung abgedeckt sein müsse. Deshalb setze die Lehrerzuweisung an die Schulen vor dem neuen Schuljahr diesmal auch früher ein, als letztes Jahr. Dass die CDU-Abgeordneten, welche die rechtlichen Grundlagen für das alte und kritisierte System der Lehrerzuweisung geschaffen hätten, sich jetzt zum Protest aufstellten, sei peinlich und indiskutabel. Peter Hofelich: „Manche Tonlage hat in der Vergangenheit auf beiden Seiten, der Politik wie der Lehrergewerkschaften, nicht gestimmt. Gegenseitige Wertschätzung ist wichtig. Wir halten Kurs für eine zeitgemäße Schule!“

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