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MdL Peter Hofelich bei IG Metall-Senioren zur Industriepolitik: „Für den Hochschulstandort Göppingen kämpfen“

Mit Blick auf den geplanten Wegzug der Mechatronik vom Hochschulstandort Göppingen betonte der Göppinger Abgeordnete Peter Hofelich (SPD) vor wenigen Tagen beim Treffen der IG Metall-Senioren: „Der Hochschulstandort Göppingen braucht industrienahe Studiengänge. Wir sind hier Industriestandort und wollen es bleiben. Das bedeutet heute mehr denn je enge Kontakte zu Lehre und Forschung. Denn die Zukunft unserer Industrie liegt in Kompetenz, Technologie, Weiterbildung und innovativen Neugründungen“. Hofelich betonte, er stehe mit der Hochschule und den kommunalpolitisch Verantwortlichen in Kontakt und befürworte ein ‚Spitzengespräch‘ zur künftigen Ausrichtung der Hochschule in Göppingen.

Auch weitere Anliegen beleuchtete der Abgeordnete vor rund 60 Zuhörern in der von Herbert Schweikardt und Klaus Wiesenborn geleiteten Runde. Die Nachricht von der weiteren Verzögerung beim B 10-Weiterbau wurde als böses Omen gewertet. Zudem zog die fehlende S-Bahn bis Göppingen Kritik auf sich, schließlich fürchteten die IG Metaller dadurch eine Abwanderung von Arbeitskräften. Auch den reduzierten Güterbahnhof mit abgebautem Terminal sahen die Teilnehmer kritisch. Zugestimmt wurde dem SPD-Landtagsabgeordneten darin, dass Stadt- und Mittelbereich Göppingen eine funktionsfähige Nord-Süd-Verbindung benötigten – einschließlich einer Jebenhausen-Umfahrung und einer Entlastung für Rechberghausen.

Zudem warb der Abgeordnete für Technologie und Existenzgründungen: „Eine der Ursachen für unsere strukturelle Labilität bei vielen Betrieben ist auch, dass kaum ein Firmenbesitzer mehr im Landkreis lebt und eine wirkliche Beziehung zu unserer Industrielandschaft hat. Umgekehrt sei es auch so, dass im Landkreis Göppingen noch als einzigem Teil der hochverdichteten Region Stuttgart größere Flächenreserven da sind“. Allerdings gebe es klare Stimmen, dass sorgfältig abgewogen werden müsse, interkommunal ausgewählt gehöre und dass der Standort in Uhingen-Ebersbach nicht geeignet sei, so Bruno Leischner.

In der Diskussion wurde durch Franz Jordan, der lange bei Märklin tätig war, auf jahrzehntelange strukturpolitische Versäumnisse der Politik ebenso hingewiesen wie auf die Bedeutung qualifizierter Arbeit im Filstal.  Klare Worte gab es außerdem zur Zukunft der Automobilindustrie: der Diesel sei von Grünen und ihnen nahestehenden Organisationen „herunter geredet worden“. Jetzt sei es wichtig, eine verlässliche Zukunft mit offener Antriebstechnologie zu beschreiben, in welcher der saubere Verbrenner sehr wohl eine Zukunft habe. Hofelich abschließend: „Wir sind in einer angespannten Situation für die industrielle Zukunft unseres Filstals. Deshalb gilt es, kommunalpolitisch und landespolitisch Mehrheiten dafür zu finden, dass wir am Standort Betriebe halten und neue aufbauen können. Dafür müssen wir auch klar Verantwortungen benennen.“

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