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MdL Peter Hofelich für deutlich mehr Medizin-Studienplätze: „Eine feste Landarztquote hilft uns vor Ort nicht weiter“

Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um den Ärztemangel in ländlicheren Gebieten fordert der Göppinger Abgeordnete Peter Hofelich (SPD) wirksame Verbesserungen, um für mehr Mediziner auf dem Land zu sorgen. „Die Landarztquote bei der Vergabe von Studienplätzen greift zu kurz“, kritisiert Hofelich entsprechende Pläne von Grün-Schwarz. Stattdessen müssten dringend noch mehr Studienplätze geschaffen werden.

Obwohl das Wissenschaftsministerium ein stimmiges Konzept zum Ausbau der Studienplätze im Bereich Humanmedizin vorgelegt hatte, verweigerte die CDU-Landtagsfraktion ihre Zustimmung – und hält weiterhin an einer starren Landarztquote fest, die erst in Jahrzehnten für Abhilfe sorgen würde. „Alle Vorkehrungen waren getroffen, damit der deutliche Ausbau der Studienplätze zum Wintersemester 2019/20 hätte beginnen können“, betont Hofelich. Nur wegen des Festhaltens an einer Landarztquote, die von sämtlichen Experten abgelehnt werde, sei dieser dringend benötigte Ausbau nun nicht umfassend möglich. „Statt einzelner Maßnahmen kommt es auf ein Gesamtkonzept an, um die landärztliche Versorgung zu verbessern“, erklärt der Sozialdemokrat. „Wir brauchen jetzt eine schnelle Entscheidung, damit die fünf Medizinfakultäten im Land mit dem deutlichen Ausbau beginnen können. Davon würden auch die Menschen im Wahlkreis Göppingen sehr profitieren.“

Dazu hatte die Landtags-SPD bereits vor zwei Jahren ein umfangreiches Konzept vorgelegt, das neben mehr Studienplätzen auch finanzielle Anreize und neue Konzepte wie Versorgungszentren in den Fokus nimmt. Zudem müssten Weiterbildungsverbünde gestärkt und die allgemeinmedizinische Koordinierung verbessert werden. Hofelich: „Auch sinnvolle Vorschläge der fünf Medizin-Fakultäten wie etwa Stipendienprogramme wurden nicht aufgegriffen. Grün-Schwarz zieht es vor zu streiten, statt zu handeln.“

 

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