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MdL Peter Hofelich sieht sich durch Kretschmann-Kehrtwende bestätigt: „Eine Weiterbildungs- und Qualifizierungsoffensive ist für unser Filstal dringend nötig“

„Wir müssen koordiniert in Qualifizierung und Weiterbildung im industriellen Strukturwandel investieren. Das ist eine gemeinsame Aufgabe von Staat und Wirtschaft“, sagt der Göppinger Landtagsabgeordnete Peter Hofelich (SPD) mit Blick auf die jüngst bekanntgegebene Strategie der Landesregierung. Demnach soll Göppingen einer der landesweiten Schwerpunkte werden, um die Transformation der Mobilität bei mittelständischen Zulieferern durch Weiterbildungen zu gestalten. Dazu soll eine Qualifizierungsoffensive ins Leben gerufen werden. „Diese Initiative kann für unseren Landkreis bedeutsam sein und für mittelständische Zulieferer überlebensnotwendig“, betont Hofelich mit Blick auf die Bedeutung vor Ort. „Die Kehrtwende von Kretschmann kommt aber spät und ist auch nicht breit genug angelegt.“

Bereits in den vergangenen Haushaltsberatungen hatte die Landtags-SPD die Einrichtung eines ‚Weiterbildungsfonds‘ für die mittelständische Wirtschaft gefordert, „um vorausschauend den auf uns zukommenden Wandel zu stützen“. Dieses Bemühen wurde von Grün-Schwarz mit der Begründung abgeblockt, es geschehe schon genug. Die Einsicht der grün-schwarzen Landesregierung komme nun zwar spät und offenkundig auch zwischen den Koalitionären nicht abgestimmt: „Es ist aber nicht zu spät, um jetzt für unser Filstal Dampf zu machen und Ideen rund um Hochschule und Berufsschulzentrum zu entwickeln“, meint der lange Jahre in der IT-Industrie tätige Abgeordnete. „Ich hoffe nur, dass Kretschmann bei seinem Vorstoß vorbei an der zuständigen Wirtschaftsministerin von der CDU auch daran gedacht hat, für ein gutes Konzept und ein solides Budget zu sorgen. Das für Kretschmann typischen Fingerzeigen auf Berlin wird nicht reichen.“

Die letzten Monate hätten im Lande zwar konjunkturell die dunklen Wolken etwas aufgehellt, die strukturelle Herausforderung aber bleibe gerade im Filstal: „Mit der Vergabe einer Batteriefabrik nach Münster statt nach Ulm, mit dem Abwinken von Tesla auf einen Baden-Württemberg-Standort und jüngst mit dem blamablen Ausscheiden von Stuttgart in der ersten Runde als Nachfolgestandort für die bisherige Frankfurter IAA haben wir eine einzige grüne Pannenspur erlebt“, ärgert sich Hofelich. „Es ist Zeit, dass wir endlich pro Mobilität und pro Industrie agieren! Grünes Lavieren und Symbolpolitik schadet unserem Land. Die Region Stuttgart muss zu dem Labor für die Mobilität der Zukunft in Europa werden. Und das geht nur mit qualifizierten und selbstbewussten Beschäftigten in der Breite unserer Branchen.“

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