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MdL Peter Hofelich zur Zukunft der Göppinger Kaufhof-Beschäftigten: „Land muss Druck machen für einjährige Transfergesellschaft“

Nach dem Scheitern der Verhandlungen über einen Fortbestand der Göppinger Kaufhof-Filiale hat sich der Landtagsabgeordnete Peter Hofelich (SPD) in einem Antrag an das Wirtschaftsministerium gewandt. Neben Auskünften zu den stattgefundenen Verhandlungen hat sich der Sozialdemokrat dabei vor allem nach Möglichkeiten erkundigt, wie Beschäftigte vor Ort unterstützt werden könnten. „Das Land muss alles unternehmen, um für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzutreten“, fordert Hofelich. Vor allem müsse jetzt die maximale Dauer der vorgesehenen Transfergesellschaft von einem Jahr ausgeschöpft werden.

Insgesamt sind in Baden-Württemberg vier Filialen von der Schließung betroffen – darunter auch der Kaufhof in Göppingen. Warum konkret Göppingen nicht gerettet werden konnte, wenn ein Entgegenkommen bei der Pacht andernorts der Schlüssel für den Fortbestand war und dies in Göppingen auch im Raume stand, bleibt für den Abgeordneten auch nach der Beantwortung durch die Wirtschaftsministerin ungeklärt. „Da bleibt ein schaler Nachgeschmack“. Jetzt müsse sich die Wirtschaftsministerin mit größtmöglichem Druck bei der Geschäftsführung des Konzerns für die Beschäftigten einsetzen, fordert Hofelich: „Für die Göppinger Beschäftigten wünsche ich mir, dass die Transfergesellschaft auf die maximal mögliche Dauer von zwölf Monaten verlängert wird“, betont Hofelich, der dieses Anliegen auch bei seiner Rede bei der Demonstration vor dem Kaufhof aufgegriffen hatte.

Damit stiegen auch die Chancen, rasch eine neue Arbeitsstelle zu finden. Schließlich könne das Transferkurzarbeitergeld von Kaufhof auch aufgestockt werden, damit die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während dieses Jahres bis zu 100 Prozent ihrer letzten Gehälter erhalten könnten. „Für mich ein Akt des Anstands“. In diesem Zusammenhang erinnert der Göppinger Abgeordnete insgesamt „an die soziale Verantwortung der Kaufhof-Geschäftsführung, in Göppingen und andernorts für die betroffenen Beschäftigten einzutreten.“

Es könne nicht angehen, dass jahrzehntelange verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur sechs Monate in der Transfergesellschaft weiterbeschäftigt werden, obwohl die Dauer doppelt so lange sein könnte“, sagt Hofelich. „Da erwarte ich auch von der Wirtschaftsministerin klare Ansagen“. Für die Göppinger Innenstadt setzt Hofelich darauf, dass mit den über Jahrzehnte gewährten Städtebaufördermitteln des Landes „auch ein kommunaler Ehrgeiz wach ist, dass Göppingen den Bewohnern des gesamten Wahlkreises als ihre Einkaufsstadt gerecht wird. Das ist nach meinem Eindruck derzeit nicht mehr so selbstverständlich wie früher.“

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