Mein Werdegang

Peter Hofelich, Mitglied des Landtages

Kurzfassung meines Werdegangs

Verheiratet mit Ingrid Katz-Hofelich, Kinder Anna Helena und Sophie, wohnhaft in Salach

Am 16.Dezember 1952 in Eybach geboren und danach in Salach im elterlichen Handwerksbetrieb aufgewachsen,

Grundschule, Freihofgymnasium Göppingen, Abitur 1973, Grundwehrdienst, Studium der Verwaltungswissenschaften in Konstanz, Diplom 1980, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Studienaufenthalte in USA und Nigeria, Veröffentlichungen. Ab 1984 bei der IBM Deutschland, seit 1988 als Führungskraft, seit 1993 als Direktor, zunächst in der Kommunikation, später im Vertrieb. Mehrere Verbandsaufgaben für die IBM u.a. Gründung des Bitkom. Seit 2006 Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg, europapolitischer und industriepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben in Politik, Kirchen, Sport und Wohlfahrtsverbänden: von 1994-2009 Vizepräsident der Region Stuttgart und Vorsitzender des Aufsichtsrates der regionalen Wirtschaftsförderung. Von 1997 – 2009 st.v. Landesvorsitzender der SPD Baden-Württemberg. Heute Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Göppingen, Mitglied im Kuratorium der Katholischen Akademie Hohenheim, im Beirat der Kreissparkasse Göppingen und im Aufsichtsrat des Siedlungswerkes Neckar-Fils. Fraktionsvorsitzender in seiner Heimatgemeinde Salach und Mitglied im Kreistag Göppingen. Mitglied beim VFB Stuttgart und im Freundeskreis Frisch Auf Göppingen.

Die ganze Geschichte

Geboren wurde ich am 16. Dezember 1952, einem Dienstag. Im Elternhaus meiner Mutter im malerischen Eybach. Meine Mutter Lore und mein Vater Alois Hofelich betrieben in Salach das Gasthaus und die Metzgerei „Zum Schwanen“. Das seit langem im Besitz der Familie Hofelich befindliche Geschäft forderte im ersten Nachkriegsjahrzehnt ganz besonderen Einsatz. Und so kam es, dass ich die ersten beiden Lebensjahre  bei den Großeltern Funk in Eybach blieb und die Eltern mich eben so oft wie möglich sahen und bei sich hatten. Bei meinen beiden jüngeren Geschwistern, meinem Bruder Rolf und meiner Schwester Brigitte, war es übrigens dann genauso. Noch heute fühle ich mich Eybach sehr verbunden.

Kindheit und Jugend ab 1955 in Salach prägten gleichwohl mein Leben. Aufregende Kindheitstage rund um die Metzgerei und die Wirtschaft. Eine glückliche Zeit in der Grundschule. Und dann die Chance für das Handwerkerkind auf das Gymnasium zu gehen. Das Freihof-Gymnasium und die gesamte Atmosphäre in der Stadt Göppingen waren etwas ganz Neues! Hervorragende Lehrer, tolle Kumpels, viele aufregende Treffpunkte. Als Fußballer blieb ich meiner TSG Salach verbunden. Aber die neue Beat-Musik in den Turnhallen und Clubs, die Riesen-Stimmung beim Handball in der neuen Hohenstaufenhalle und natürlich die Blicke zu den immer mehr interessierenden Mädchen - das war eben vor allem in der Stadt geboten.

Mit dem Abitur 1973 endete nicht die Freundschaft zur 13c/73. Noch heute sehen wir uns so oft es geht und erlebten in den letzten Jahrzehnten vieles gemeinsam. Nach dem Bundeswehr-Grundwehrdienst in Ulm kam dann für mich der nächste Sprung ins Neue: das Studium an der neu gegründeten Reform-Universität Konstanz. Das Fach „Verwaltungswissenschaften“ gefiel mir, weil es Wirtschaft, Recht und Politik verband. Meine Abschlussnote gab mir die Chance, noch mehr zu wollen. Ein Studienaufenthalt in den USA schloss sich an: Berkeley in Kalifornien und das MIT in Massachusetts waren die Stationen. Eine Forschungsreise nach Nigeria kam später dazu. Und natürlich Forschungsarbeiten in Konstanz.

Mehr und mehr war mir aber klar, dass nicht die Wissenschaft, sondern die Industrie mein Berufsfeld sein sollte. Die IBM Deutschland zeigte Interesse - und eine aufregende Karriere begann ab 1984. Bereits 1988 wurde ich Manager einer kleinen Gruppe, arbeitete mit dem Team lange dem Firmenchef Hans-Olaf Henkel direkt zu, erhielt danach die eigenständige Verantwortung für Kommunikation und Politikkontakte, wagte aber auch schließlich den Sprung ins harte Geschäft des kaufmännischen Außendienstes und wurde Direktor im Vertrieb. Als ich Ende 2004 auf eigenen Wunsch ausschied, wusste ich, dass ich dem Weltunternehmen enorm viel zu verdanken habe.

Bereits 1970 hatte ich mit Freundinnen und Freunden die Schülerzeitschrift „Brennnessel“ am Freihof-Gymnasium gegründet. In der aufgewühlten Zeit der Willy Brandt-Jahre war auch ich, obwohl aus konservativem Elternhaus kommend, begeistert von der Aufbruchstimmung jener Zeit. 1975 trat ich konsequent in die SPD ein. Erste „Pöstchen“bei den Jusos und im Ortsverein blieben nicht aus. Und ab den Neunzigern wurde die Verantwortung dann größer. Mitglied der Antragskommission, Beisitzer im Landesvorstand, Vorsitzender der SPD Region Stuttgart und dann der stellvertretende Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg. Von 1997 bis 2009 habe ich diese Führungsaufgabe bekleidet. Meine Stärke dabei: Bezug zur kommunalen Praxis und die SPD als Partei der Arbeitswelt positionieren.

Politische Herzenssache ist für mich die Kommunalpolitik. Da ging es 1984 richtig los, als ich - nach den Konstanzer Jahren wieder zu Hause - auf Anhieb in den Salacher Gemeinderat gewählt wurde. Bis heute bin ich mit der jeweils höchsten Stimmenzahl in der Gemeinde wieder gewählt worden. Auf nichts bin ich politisch so stolz wie darauf. Ab 1994 kam dann das große Abenteuer der „Region Stuttgart“ dazu. Uns der damals noch Jungen war klar, dass der Ballungsraum auch politisch zusammen gehört. Seit Beginn wurde ich deshalb Regionalrat und habe bis 2009 als Regionalvizepräsident und Vorsitzender des Aufsichtsrates der regionalen Wirtschaftsförderung herausgehobene Verantwortung wahrgenommen. Im Jahr 2006 schließlich dann der neue Schritt: Mit der Wahl in den Landtag von Baden-Württemberg bin ich erstmals „Berufspolitiker“. Der Wahlkreis 10 Göppingen ist seit langem meine Heimat und ich bin stolz, dessen Abgeordneter zu sein.

Im Stuttgarter Landtag vertrat ich in meiner ersten Wahlperiode von 2006 bis 2011 die SPD im Europaausschuss, dort als deren Sprecher, und im Ständigen Ausschuss, dort als Datenschutz-Sprecher, sowie später im Wirtschaftsausschuss. Dort setzte ich als industriepolitischer Sprecher Akzente für die industrielle Selbstbehauptung unseres Landes und für mehr technologieintensive Unternehmensgründungen. Ende März 2011 wurde ich bei den Landtagswahlen mit rund 26,5 Prozent im Wahlkreis Göppingen erneut in den Landtag gewählt. Trotz des insgesamt ernüchternden Gesamtergebnisses für die SPD im Lande immerhin das zweitbeste SPD-Ergebnis in Nordwürttemberg. Meine Aufgaben sind gewachsen: Der Europaausschuss hat mich zu seinem Vorsitzenden gewählt und ich habe damit eine herausgehobene parlamentarische Verantwortung für unser Land. Ich bin Mitglied im neuformierten Finanz- und Wirtschaftsausschuss, damit auch für die arbeitsintensiven Haushaltsberatungen verantwortlich. Dazu kommen der Verwaltungsrat für die württembergischen Staatstheater, der Aufsichtsrat der Landesmesse, der Stiftungsrat der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit, das Kuratorium Toto Lotto, das Kuratorium der Kunststiftung und der Beirat Baden Württemberg International. Seit Juli 2011 hat mich die Landesregierung zum ‚Beauftragten für Mittelstand und Handwerk‘ ernannt, angesiedelt im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft. Damit habe ich eine Position auf der Regierungsseite inne, der für das Gewicht und die Zukunft unseres Landes wichtige Bedeutung zukommt. Nach wenigen Monaten kann ich schon sagen, dass der Zuspruch für mich enorm ist und mir die Aufgabe viel Spaß macht.

 

Mein Engagement geht freilich über die Politik hinaus. Klassensprecher und Jugendtrainer früher, in der IBM-Zeit Vertreter des Unternehmens in Verbandsgremien, heute Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Göppingen sowie Vorsitzender des Finanzausschusses beim Landesverband des DRK. Den Kirchen und dem Sport fühle ich mich besonders verbunden. Ich engagiere mich im Kuratorium der katholischen Akademie Hohenheim und lange Jahre im Vorstand der Sport-Region sowie heute als Vorsitzender des Sportbeirats der SPD Baden-Württemberg.

Aller Werdegang ist aber nicht so wichtig wie mein größtes Glück: meine Familie. Mit meiner Frau Ingrid Katz-Hofelich bin ich seit 2004 verheiratet. Anna-Helena, geboren 2004, und Sophie Emilia, geboren 2005, sind wunderbare Töchter. Wir freuen uns, dass wir das Glück haben, seit einigen Jahren in einem eigenen Haus zu leben und ich freue mich, dass ich auch in reiferen Jahren noch so ein stolzer Vater sein darf.

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