Gemeinderat Salach

Seit 1984 bin ich gewähltes Mitglied im Rat meiner Heimatgemeinde. Da gibt es viel für ein funktionierendes und aufstrebendes Gemeinwesen zu tun.

Die Region habe ich übrigens immer auch von der Kommune aufwärts verstanden. Auch da die Ursprünge: Als mein Vater 1984 aus dem Salacher Gemeinderat ausschied, habe ich, gerade zurück aus Konstanz, auf dem vorletzten Listenplatz der SPD meinen Hut in den Ring geworfen und bin mit der höchsten Stimmenzahl meiner SPD-Liste in den Gemeinderat von Salach gewählt worden. Damals hatten wir 25 Prozent als Liste. 1989 erhielt ich schon die höchste Stimmenzahl aller Kandidaten und das blieb bis heute so. ‚Stimmenkönig‘ ist eine Verpflichtung. Kommunale Demokratie beginnt beim Stammtisch, bei den Fischern oder beim Hasenverein, am Rande des Sportplatzes der TSG und beim Hallo im Edeka-Markt. SPD-Fraktionsvorsitzender heißt, ‚dass Boile nauszuheba‘. Wer mehr Wähleranteile als bei Bundes- und Landtagswahlen will, muss eine offene Liste und vor allem eine offene Einstellung haben. Knapp 40 Prozent Wählerstimmen bei der Gemeinderatswahl 2014 in Salach konnte sich jedenfalls landesweit sehen lassen.

Mein kommunalpolitisches Dasein wurde 2015 jäh gestoppt, als mir das Staatsministerium mit dem eindeutigen Willen des Ministerpräsidenten bedeutete, auch ich müsse nun als Regierungsmitglied alle kommunalen Ämter ablegen. Wirklich eingesehen habe ich es nicht, aber der alles andere als selbstlose grüne Druck war gewaltig …

Aber 2019 konnte ich ja nun wieder antreten. Der Ehrgeiz und die Freude waren weiter da. Und siehe da: Erneut vom letzten Listenplatz, erneut Stimmenkönig mit großem Abstand, und die SPD im Allzeit-Hoch mit 43% und acht Gemeinderäten.